Sportbrillen | Ratgeber vor dem Kauf

Sportbrille Vorteile

Sport und viel Bewegung sind gesund – eine Binsenweisheit. Daher treiben sechs von zehn Deutschen Sport. Doch wie steht es mit dem guten Sehen beim Sport? Macht die Alltagsbrille das mit? Sollte man sie absetzen? Oder sollte man wirklich eine Sportbrille mit Gläsern der eigenen Sehstärke anschaffen? Lohnt das? Muss das sein? Fragen über Fragen, die wir gern beantworten.

Augenärzte warnen: Es sind Sportunfälle, die das Gros der schweren Augenverletzungen ausmachen. Studien belegen, dass neun von zehn schweren Augenverletzungen beim Sport durch das Tragen einer Sportbrille zu vermeiden wären.

Sportbrillen decken für Freizeitsportler drei Bereiche ab:

Aber wie sieht vielfach der Alltag beim Freizeitsport aus?

Viele fehlsichtige Freizeitsportler setzen ihre Brille beim Sport ganz einfach ab und gehen dabei unwissentlich leicht vermeidbare Risiken ein. Sportbrillen aber gelten in weiten Sportlerkreisen noch immer eher als modisches Accessoire und nicht so sehr als Augenschutz. So tragen etliche Fehlsichtige zwar eine modische Sportbrille, die aber ohne korrigierende Brillengläser.

Andere stärker Fehlsichtige behalten einfach ihre Alltagskorrektionsbrille auf. Das aber ist keine gute Idee. Ihre Alltagsbrille kann zwar durch handelsübliche Bänder oder Gummistopper an den Bügeln gegen das Herunterfallen gesichert werden, doch sitzt solch eine Brille einfach nicht fest genug. Dazu beschlägt sie gern. Vor allem aber schützt sie Ihre Augen nicht, sondern bildet durch ihre Konstruktion – möglichst dünnrandig mit leichten, dünnen Gläsern – eher ein zusätzliches Risiko beim Sport.

Stellen Sie sich vor, sie spielen Squash und Ihr Mitspieler trifft Sie mit dem Schläger. Die Brillenfassung wird das genauso wenig überstehen wie das Brillenglas. Die Glassplitter könnten Ihre Augen schwer verletzen, die Fassung zu Platzwunden führen. Metallteile sich in die Haut bohren.

Oder noch schlimmer: Was passiert, wenn Sie der Squashball direkt aufs Auge trifft? Dann landen die Überreste des brechenden oder splitternden Glases in Ihrem Auge. Dazu ist der Squashball so klein, dass er in die knöcherne Augenhöhle Orbita hineinpassen kann und schwerste Augen- und Schädelverletzungen verursachen kann. Ein anderes Szenarium: Sie sind Radsportler, kurzsichtig und tragen deshalb Ihre Korrektionsbrille. Doch diese Brille schützt Ihre Augen nicht vor der Zugluft gegen den Fahrtwind. Ihre Augen beginnen zu tränen, sie sehen nichts mehr und landen im Straßengraben.

Eine speziell Ihrer Sportart angepasste Sportbrille kann all das verhindern. Sie sehen schon an den hier geschilderten Beispielen, dass jede Sportart da ihre ganz eigenen Anforderungen an die Sportbrille haben können.

Das also leisten Sportbrillen:

Wo Sportbrillen nicht hingehören

Es gibt Sportarten mit Körperkontakt wie die Ballsportarten Handball oder Fußball sowie die Kampfsportarten wie Boxen oder Judo. Bei einigen dieser Sportarten ist das Brillentragen verboten, das gilt auch für Sportbrillen, da sind also Kontaktlinsen angesagt.

Guter Rat ist nicht teuer

Nicht zu unterschätzen beim Freizeitsport ist der Modeaspekt auch bei Sportbrillen. Auch unter den Sportbrillen gibt es jeweils angesagte Marken, die wie ein Mode-Accessoire getragen werden. Nur bedenken Sie beim Kauf bitte, dass jede Sportbrille für einen bestimmten Zweck konzipiert wurde. Die todschicke Surferbrille einer In-Marke ist für Strand und Wassersport geeignet, doch nicht für das Tennismatch oder das Fahrradtraining.

Lassen Sie sich vom Augenoptiker Ihres Vertrauens beraten. Er kann Ihnen auch genau erklären, welche Sportbrillen für Ihre Sportart und Ihre Fehlsichtigkeit geeignet sind. Er weiß auch, ob sich für Sie besser ein Modell eignet, bei dem die Korrektionsgläser in einem Clip eingearbeitet werden, der hinter dem äußeren schützenden Sportglas eingeklickt wird.

Auch Schwimmbrillen gibt es, in die Korrektionsgläser eingearbeitet werden können. „Schwimmbrillen mit Stärke“ gibt es zuweilen auch im Discount, doch vorsichtig. Die Glasstärke aus Ihrem Brillenpass führt hier zum Fehlkauf. Im Wasser nämlich herrschen andere Brechungsverhältnisse, als an Land. Im Wasser herrscht eine um rund 1/3 größere Dichte. Sie brauchen dort also eine andere Glasstärke.

Fragen Sie in allen Belangen bei der Anschaffung einer Sportbrille also bitte Ihren Augenoptiker oder Ihre Augenoptikerin um Rat. Das vermeidet teure Fehlanschaffungen.

Sportbrille oder Sportsonnenbrille

Die eine Sportbrille für alle Sportarten gibt es nicht. Zu unterschiedlich sind die Ansprüche an den Schutz vor Verletzungen und das störungsfreie Sehen. Hallensportler haben da ganz andere Bedürfnisse als Outdoorsportler.

Beim Hallensport sind die Sehanforderungen weitgehend gleich. Auch unterscheiden sich dort weder die klimatischen Bedingungen noch die Lichtverhältnisse stark. Dort werden Sie also beim Tennis oder Badminton mit einer gut sitzenden, auf Ihre Bedürfnisse angepassten Sportbrille in Ihrer Glasstärke ohne Tönung gut zurechtkommen.

Bei Outdoor-Sportarten jedoch ist das ganz anders. Ob es beim Skisport ist, beim Radfahren oder Segeln. Für Abendaktivitäten und bei wolkigem Himmel brauchen Sie eine Sportbrille ohne oder allenfalls mit einer kontraststeigernden Filtertönung. Sie korrigiert ihre Fehlsichtigkeit und schützt die Augen auch vor Staub und Fremdkörpern beim Radfahren, vor Wind und vor dem Salzwasser beim Segeln.

Bei strahlendem Sonnenschein werden Sie damit aber nicht glücklich werden, ganz besonders nicht im Hochgebirge oder auf dem Wasser. Sportsonnenbrillen schützen Ihre Augen nicht nur vor Verletzungen, Fremdkörpern, Staub und Zugluft durch Fahrtwind. Bei allen Outdoor-Aktivitäten sind Ihre Augen damit auch gegen grelles Sonnenlicht und Blendung geschützt. Gegen zu starkes Sonnenlicht brauchen Ihre Augen Schutz, sie fangen sonst an zu tränen, schmerzen und trocknen regelrecht aus. Zu intensives Sonnenlicht kann zu Bindehaut- und Hornhautentzündungen führen.

Doch noch gefährlicher ist der Teil des Sonnenlichts, der für uns Menschen gar nicht sichtbar ist: die schädliche UV-Strahlung. Das Licht wird nach seinen in Nanometern (nm) gemessenen Wellenlängen wie folgt aufgeteilt

Die UV-Strahlung ist im Hochgebirge und auf See oder am Strand besonders stark. Reflektierende Flächen wie die Wasseroberfläche, der Schnee beim Skifahren oder beim Bergsteigen der Gletscher verstärken das Schädigungsrisiko. Gleiches gilt beim Sport in südlichen Regionen, je höher Sie aufsteigen oder je dichter Sie dem Äquator kommen, desto intensiver ist die Strahlung. So ist beim Outdoor-Sport der UV-Schutz auch für die Augen besonders wichtig, denn sie wissen es ja nun: Ultraviolette Strahlen können auch Ihren Augen schaden.

Was den UV-Schutz betrifft brauchen Sie also Sicherheit. Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen. Das einfache CE-Zeichen ohne Zusatz, das Sie auch an Sonnenbrillen im Drogeriemarkt findet, sagt gar nichts über den UV-Schutz aus. Dieses Zeichen müssen nämlich alle in der EU angebotenen Sonnenbrillen tragen. Das garantiert nur, dass diese Sonnenbrillen oder Sportsonnenbrillen die Mindest-Sicherheitsanforderungen erfüllen. Dabei wird ein Muster geprüft, aber keineswegs jede einzelne Brille.

Neben dem CE-Zeichen sollte gemäß der Europäischen Richtlinie 89/686/EWG, umgesetzt in der DIN EN ISO 12312-1 mindestens noch die Filter-Kategorie in der Form „cat 2“ (mittelstarke Tönung) oder „cat 3“ (starke Tönung) angegeben sein. Dazu sollte möglichst noch das Zeichen UV 400 eingeprägt sein. Das UV 400-Zeichen belegt zumindest, dass der Brillenhersteller den UV-Schutz überprüft hat, eine Standardisierung für dieses Zeichen gibt es nicht.

Ganz auf der sicheren Seite, für alle Bedingungen auch beim Urlaub im Süden den vollen UV-Schutz zu bekommen sind Sie nur, wenn Sie die ausgewählte Sportbrille oder die darin montierten Schutzscheiben von Ihrem Augenoptiker überprüfen lassen. Seine Überprüfung garantiert, dass die verwendeten Gläser alle Strahlen der Bereiche UV-A, UV-B und UV-C bis zu einer Wellenlänge von 0 bis 400nm vollständig absorbieren. Das bedeutet für Sie: Schädliche UV-Strahlen können Ihre Augen durch die Sportsonnenbrille nicht erreichen.

Doch bedenken Sie bitte, dass trotzdem noch von oben, hinten und beiden Seiten schädliche UV-Strahlen in Ihre Augen gelangen können. Eine Mütze mit Schirm kann da Abhilfe schaffen.

Sportbrillen mit Sehstärke

Sie sind fehlsichtig? Dann betreibt etwa jeder dritte fehlsichtige Sportler sein sportliches Hobby ohne Brillen- oder Kontaktlinsenkorrektur.

Sie gehören bisher noch zu dieser Gruppe? Dann bedenken Sie bitte: Selbst wenn Sie nur gering fehlsichtig sind, verändern sich die Größenverhältnisse ohne Brille, denn Brillen mit Plusgläsern vergrößern das Bild, Minusgläsern verkleinern bei der Abbildung. Das räumliche Sehen ist verändert, Distanzen erscheinen anders. Also wundern Sie sich nicht, wenn Sie ohne Korrektion den Ball bei Tennis, Badminton, Squash oder Tischtennis nicht treffen und Luftlöcher schlagen.

Oder tragen Sie beim Sport ihre ganz normale Alltagsbrille? Wenn Sie nicht gerade Schachspieler sind, ist ihre Brille zum Sport nicht wirklich geeignet, auch wenn Sie sich mit einem Halteband behelfen. Die Alltagsbrille ist nicht rutschfest, sie ist nicht robust genug, um ihre Augen zu schützen, oder gefährdet sie sogar.

Ihr Augenoptiker kann Ihnen für jede Sportart eine geeignete Sportbrille empfehlen, die mit tauglichen Gläsern in Ihrer Stärke verglast werden können. Übrigens: Verglasbare Sportbrillen gibt es auch für Bifokal- und Gleitsichtgläser.

Wichtig bei der Anschaffung einer Sportbrille mit Ihrer Glasstärke ist zunächst Ihre Sportart mit den spezifischen Sehanforderungen. Im Gespräch werden Sie gemeinsam mit Ihrem Fachmann oder Ihrer Fachfrau für gutes Sehen klären, welche Entfernungen für Sie wichtig sind, welche Kopfbewegungen nötig sind.

Die meisten Sportbrillen sind heute der Gesichtsform folgend gebogen und führen schläfenseitig oft etwa bis zum Ende der Augenhöhle. Das bedeutet, dass auch die Form der Gläser sehr viel stärker gebogen ist, als bei Alltagsbrillen. Das stellt hohe Ansprüche an die Verglasung mit Brillengläsern in Ihrer Stärke

Diese Möglichkeiten zum Verglasen von Sportbrillen gibt es:

Die Direktverglasung

Bei der Direktverglasung werden die Korrektionsgläser direkt und fest in die Fassung eingearbeitet, Clips oder Adapter zur Aufnahme der Korrektionsgläser sind nicht nötig. Diese Verglasungsart bietet eine große Bandbreite – fast alle Fehlsichtigkeiten lassen sich so korrigieren. Nur für stark durchgebogene Glasformen gibt es eine Stärkebeschränkung. Hier lassen sich nur Stärken von +4 bis – 4 dpt einarbeiten, bei wenigen Modellen auch Stärken zwischen + 6 und – 8 dpt.


Weil die Gläser bei dieser Brillenart fest eingearbeitet sind, gibt es keine Möglichkeit die Glastönung der jeweiligen Situation anzupassen. Für Hallensportler ist das kein Nachteil. Outdoorsportler wie Radfahrer aber brauchen meist zwei Brillen, eine ohne Tönung oder nur mit leichter kontraststeigernder Filtertönung und eine mit starker Tönung als vor Blendung und schädlicher UV-Strahlung schützende Sportsonnenbrille. Das machte dieser Wahl teurer als die Clip-Varianten, bei denen die Korrektionsgäser in einen hinter den meist wechselbaren Filterscheiben angebrachten Clip montiert werden.


Fast alle Sportbrillen, die als Hauptnutzen nicht nur das deutliche Sehen bei der Ausübung des Sports haben, sondern aufgrund der Sportart den Augenschutz gegen Aufprall in den Vordergrund stellen haben Fassungen, in die Korrektionsgläser direkt eingearbeitet werden.

Die abgebildete Sportbrille bietet solch optimalen Schutz bei deutlichem Sehen speziell für Ballsportarten. Die Brillengläser werden direkt in die Fassung eingearbeitet. Das Halteband sorgt für festen Sitz, Silikonpolster an den Seiten schützen Nase und Schläfen. Wie das abgebildete Modell sind auch Sportbrillen mit einem integrierten Nasenschutz erhältlich, die vor Brüchen des Nasenbeins schützen.

Sportbrillen mit Clip-in-Systemen

Sonnenbrillen mit Clip-in-Systemen sind die variabelsten und vielseitigsten Sportbrillen, denn die meisten Clip-in-Systeme haben heute auch die Möglichkeit die Frontscheiben zu wechseln. Sie lassen sich also wechselnden Lichtbedingungen optimal anpassen. Ist es bewölkt, kommt die ungetönte Frontscheibe zum Einsatz, bei diesigem Wetter die Scheibe mit einer kontraststeigernden Filtertönung, bei Sonnenschein die Sonnenbrillenscheibe. Die Korrekturgläser werden in eine Adapterform eingearbeitet, auch ein Wechsel bei sich ändernder Glasstärke ist damit problemlos möglich. Trägt der Sportler zuweilen auch Kontaktlinsen ist die Anpassung simpel: Einfach den Clip mit den Korrektionsgläsern herausnehmen – fertig.

Allerdings sind die Clip-in-Korrektionsgläser deutlich kleiner als die Schutzscheiben der Brille. Zwar schützt die Sportbrille durch die großen Scheiben vor seitlich einfallendem Sonnenlicht und Fahrtwind, doch ist die Sicht zur Seite hin nicht optimal.

Theoretisch könnten Sie diese Brille auch beim Hallensport nutzen, doch bietet sie ob der leichten Bauweise keinen wirklichen Schutz gegen Squash-, Hockey- oder Tennisbälle.

Sportbrillen mit Adaptersystemen

Adaptersysteme werden meist bei Sportbrillen eingesetzt, die eine feste Frontscheibe haben, die nicht gewechselt werden kann. In ein Adaptersystem, das meist fest am Brillenrahmen befestigt wird, werden dann die Korrektionsgläser eingearbeitet. Bei anderen Systemen wird in den Fassungsrahmen eine Art Adapterschiene eingesetzt, in die das Korrektionsglas eingearbeitet wird.

Bei anderen Brillen mit Adapterlösungen werden die Korrektionsgläser ebenfalls in einen Adapter für den Rahmen eingesetzt, doch können diese Brillen auch einen Sonnenschutz bieten. Sonnenschutzscheiben stecken in einem Clip, der mit einem Flip-up-Mechanismus hochgeklappt werden kann. Dieser Flip-up-Clip kann mit verschiedenen Filterscheiben versehen werden.

Sportbrillen mit Band - wann sinnvoll?

Den festesten möglichen Sitz bei einer Sportbrille garantiert eine Sportbrille mit einem breiten, individuell einstellbare elastischen Kopfband. Eine Sportbrille mit Kopfband verrutscht in keiner Richtung und bleibt auch beim Aufprall an ihrem Platz. Die gepolsterten Ränder von Fassungsrand und Nasenauflage bleiben genau dort, wo sie dann schützen sollen.

Auch die sogenannten Sportbügel, die um die Ohrmuschel herumführen, können das nicht leisten. Deshalb gibt es auch keine ausgesprochenen Schutzbrillen mit normalen Brillenbügeln. Bei Körperkontakt kann eine Brille mit Bügeln vom Kopf geschlagen werden und die nicht so flexiblen Bügel könnten zu Verletzungen führen. Wenn ein Ball die Brille trifft können Brillenbügel zu Hämatomen (Blutergüssen) führen, im schlimmsten Fall gerät das Ende eines abgerissenen Bügels ins Auge. Das klingt unwahrscheinlich, ist aber alles schon vorgekommen. Sportbrillen mit Kopfband passen auch unter den Helm beim Radfahren, Mountainbiking und Wildwasser-Kajaksport.

Ein handelsübliches Halteband, dass an den Brillenbügeln befestigt werden kann, kann den festen Sitz eines breiten Kopfbands nicht ersetzen, es dient eher dazu zu verhindern, dass die Brille bei einer hektischen Bewegung oder Berührung im hohen Bogen vom Kopf fliegt.

Sportbrillen mit Kopfband sind besonders für Ballsportarten und auch bei Kampfsportarten anzuraten, sofern dort das Tragen von Sportbrillen erlaubt ist. Das gilt natürlich besonders für Kinder. Für den Schulsport zugelassen und empfohlen auch für den Freizeitsport von Kindern sind bei Ballsport- und Kampfsportarten Brillenfassungen aus einem speziellen Kunststoff mit Silikonpolsterung und bruchfesten Polycarbonat-Gläsern sowie einem Kopfband.

Sportbrillengläser – welche Glasarten, welche Extras sind möglich/sinnvoll?

Gläser, die für Sportbrillen verwendet werden sollen, müssen mindestens diese Sicherheitsanforderungen erfüllen:

Diese Standards erfüllen im Glasbereich Kunststoffgläser und im besonderen Maße Polycarbonatgläser.


Diese Veredelungen sollten Sportbrillengläser haben:

Veredelung SportbrillengläserBrillenglasbeschichtungen zur Veredelung von Brillengläsern

 

Tönungsarten für Gläser/Filterscheiben, ihr Nutzen und Einsatzzweck

Nicht jede Sportbrille braucht getönte Gläser oder entsprechende Filterscheiben mit Tönungen. Für den Hallensport am besten geeignet sind farblose Gläser, die keinerlei Farben verfälschen. Gegen die Blendung durch die Beleuchtung in der Halle hilft vor allem eine Vollentspiegelung, die fast alle störenden Reflektionen auf den Gläsern beseitigt.

Spezielle Tönungen im Sportbrilleneinsatz

Verlaufs-Tönungen mit oben starker Einfärbung, die nach unten hin kontinuierlich schwächer wird, wirken ein wenig wie modischer Schnickschnack. sind es aber ganz und gar nicht. Die starke Tönung im oberen Bereich sorgt auch bei starker Sonneneinstrahlung für blendfreies Sehen nach oben und geradeaus. Der Blick nach unten durch die schwächere Tönung bietet kontrastreiches Sehen auf den Boden. So können Distanzen vor allem beim Lauf- oder Radsport besser eingeschätzt werden.

Phototrope Glas- und Scheibenmaterialien passen sich in ihrer Tönung den jeweils herrschenden Lichtverhältnissen an und machen die Sportbrille weitgehend allwettertauglich.

Eine Sonderstellung nehmen die polarisierenden Gläser ein. Sie schalten schräge Lichtreflexe von spiegelnden Oberflächen aus. Das sind vor allem Wasser, helle Sandstrände, Gletscher oder Schnee. Polarisierende Gläser haben dazu eine starke Tönung und sind vor allem für den Angelsport sowie für Wasser- und Wintersport geeignet.

Kontraststeigernde Gläser und Scheiben

Orangefarbene und rötlich getönte Brillengläser und Filterscheiben erhöhen den Kontrast. Daher sind sie besonders fürs Trekking, Bergwandern, den Klettersport, aber auch fürs Mountainbiking, den Golfsport und den Motorsport geeignet.

Gelbe Gläser und Scheiben wirken kontraststeigernd und aufhellend. Das gilt besonders bei dunstigen Lichtverhältnissen und Nebel. Die Sicht bleibt kontrastreich und detailgenau. Das macht gelbe Gläser besonders für den Radsport und das Skifahren bei diffusem Licht geeignet.

Standardtönungen für Sport-Sonnenbrillen

Braune Gläser verfälschen die Farben der Natur am wenigsten und sind daher in allen Tönungsgraden universell einsetzbar und hervorragend für den Straßenverkehr also den Rad- und Motorsport geeignet. Besonders wirkungsvoll sind sie als Sonnenbrillen mit entsprechend starker Tönung bei hellem Licht.

Graue Gläser kommen in der Farbtreue der Abbildung braunen Gläsern sehr nahe. Sie filtern also ebenfalls sehr neutral und haben ihre besonderen Stärken bei starken Tönungsgraden. Die kontraststeigernde Wirkung grauer Gläser und Filterscheiben sind im Vergleich zu braunen, rötlichen oder orangefarbenen Tönungen geringer.

Blaue Gläser bieten für Schwimmbrillen vor allem im Outdooreinsatz einen angemessenen Blendschutz.

Sportbrillen für Kinder

Von der durch Prof. Dr. Gernot Jendrusch geleiteten Arbeitsgemeinschaft Sicherheit im Sport ASiS der Ruhr-Universität Bochum wurde ein Schulsporttest mit ca. 1.500 Schülern durchgeführt. Dort wurden gravierende Defizite bei der Versorgung fehlsichtiger Kinder mit Schulsportbrillen festgestellt. Erschreckend dabei ist, dass sich jährlich rund 12.600 teils schwerste Augenverletzungen beim Schulsport ereignen. Dazu macht jedes vierte fehlsichtige Kind ohne Brillen- oder Kontaktlinsenkorrektion am Schulsport teil.

Zwar gibt es Verordnungen und Empfehlungen, doch sind diese Regelungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Die ASIS führte auch einen Test von Kindersportbrillen mit überraschend guten Ergebnissen durch und erarbeitete Richtlinien, was eine taugliche Schulsportbrille können soll.

Diese Standards sollten Schulsportbrillen für Kinder erfüllen:

Kombination Sportbrille und Kontaktlinsen möglich/sinnvoll?

Sportbrillen und Kontaktlinsen passen gut zusammen und ergänzen sich ideal: Die Kontaktlinsen sorgen für klare Sicht, die Sportbrille für Sicherheit und Schutz. In diesem Fall nutzen Sie die Sportbrille wie ein rechtsichtiger Freizeitsportler. Sie dient dann der Sicherheit Ihrer Augen und dem Schutz vor UV-Licht, Blendung, Wind und Fremdkörpern.

Besonders wenn Sie stärker fehlsichtig sind, werden Sie diese Möglichkeit schätzen. Eine Sportbrille mit Clip-in-System rüstet Sie für alle Fälle aus. Dann können Sie je nach Bedarf mit Kontaktlinsen Sport treiben und den Clip mit Ihrer Brillenkorrektion herausnehmen, oder Sie nutzen den Clip und nehmen Ihre Kontaktlinsen heraus.

Ihr Augenoptiker berät Sie gern über die Möglichkeiten und was für Sie am besten ist.

Tipps für den Kauf Ihrer Sportbrille

Kaufen Sie Ihre Sportbrille nicht einfach, weil die Marke gerade angesagt und total trendy ist. Modischer Schick ist nicht unwichtig, doch sind Sportbrillen in erster Linie für einen Zweck konstruiert: den optimalen Durchblick, festen Sitz und die Sicherheit Ihrer Augen bei einer Sportart zu garantieren.

Auf diese Punkte sollten Sie beim Kauf einer Sportbrille unbedingt achten:

Am sichersten fahren Sie bei der Auswahl und dem Kauf der richtigen Sportbrille, wenn Sie sich von einem erfahrenen Augenoptiker beraten lassen.

Sportbrillen Hersteller

Viele Brillenhersteller befassen sich heute mit Sportbrillen und Sportsonnenbrillen für die verschiedensten Sportarten. Auch Hellsteller von Sportausrüstung und Sportbekleidung wie Adidas, Puma und Nike haben jeweils eine ganze Reihe von Sportbrillen für die verschiedensten Indoor- und Outdoor-Sportarten im Programm.

Wichtige spezialisierte Hersteller qualitativ guter Sportbrillen sind:

Oakley: Bei Oakley sind funktionelle Sportbrillen mit vollem UV-Schutz, einzigartigem Aufprallschutz und ein schickes Design mit Kultstatus kein Widerspruch. Das und die Nutzung durch zahlreiche prominente Profisportler machte die Hersteller aus Kalifornien zum Global Player. Oakley gehört heute zur italienischen Luxottica Group, dem weltweit größten Brillenhersteller. Zielgruppen sind Golfer, Surfer, Snowboarder, Skisportler, Rad- und Motorradfahrer sowie Baseballspieler.

Progear: Die Progear Eyeguard-Sportbrillen stehen für perfekten, rutschfesten Halt und optimalem Schutz von Augen und Nasenbein. Ideal am Schläfen- und Nasenbereich an der schlagfesten Kunststoffbrille positionierte Silikonpolster schützen die Augen sicher. Alle Sportbrillen sind wahlweise mit Bügeln oder als Fassung mit Kopfband erhältlich. Das macht Progear-Brillen auch fürs Surfen, den Ballsport, Klettern, Fallschirmspringen, Gleitschirmfliegen, Eishockey, Inlineskaten, Radfahren, Motorradfahren oder Rafting tauglich – auch unter dem Helm.

Rudy Project: Bekannt wurde Rudy Project durch die Radsportbrillen, die zahlreiche prominente Fahrer bei der Tour de France tragen. Zielgruppe des italienischen Herstellers aus Treviso sind Extremsportler, Radsportler, Triathleten, Läufer und Mountainbiker und deren besonderen Ansprüche an Sonnen- und Sportbrillen.

Uvex: Die Uvex Winter Holding GmbH & Co. KG mit Stammsitz in Fürth vertreibt weltweit Sportbrillen für Wintersport, Radsport und Reitsport. Besonderheit bei Uvex ist Variomatic, eine stufenlos selbsttönende (photochrome) Filterscheibe mit superschneller Eintönung und Aufhellung.

Swiss Eye: Die 1998 in Deutschland gegründete Swiss Eye International GmbH fertigt hochwertige Sportbrillen und Sportsonnenbrillen auch mit Sehstärke und als Biokalbrille sowie Sportfashionbrillen. SwissEye bietet Sportbrillen mit perfektem Schutz für nahezu alle Outdoorsportarten.

Cébé: Der französische Brillenhersteller steht mit der Traditionsmarke Cébé schon seit 1892 für Qualitätsbrillen. Die Franzosen sind auf die Produktion von Sonnen-, Ski- und Sportbrillen spezialisiert. Cébé steht vor allem für schicke und funktionelle Wintersportbrillen.

Alpina: Der wohl bekannteste Hersteller für Skibrillen aller Art ist in Deutschland ansässig. Alpina Sports hat auch Modelle im Angebot, die mit Korrektionsgläser versehen werden können. Doch bietet Alpina auch spezielle Sport- und Sportsonnenbrillen für den nordischen Skisport, Mountainbiker, Bergsteiger und Kletterer sowie für den Lauf- und Radsport an.

Aqua Sphere: Das 1997 in Italien gegründete Unternehmen Aqua Sphere ist ein Spezialhersteller hochwertiger Schwimmbrillen und ist die Schwimm-Premium-Marke aus dem Hause Aqua Lung. Im Angebot sind sowohl Kinderschwimmbrillen als auch spezielle Schwimmbrillen für Freiwasserschwimmer.

Aqua Lung: In Deutschland ist die Aqua Lung GmbH in Singen / Bodensee ansässig. Die Air Liquide-Tochter ist einer der weltweit führenden Hersteller hochwertiger Taucherbrillen, die auch mit Korrektionsgläsern verglasbar sind.

 

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